Gerry 365 #2: 2.1. – Abschied und Schlussstrich

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Kein Monster in meinem Kopf hat in letzter Zeit bei mir so für schlechte Stimmung gesorgt wie das, was sich heute seit Mitternacht abgespielt hat. Und es hat mich sehr wütend gemacht. Und diese Wut werde ich mir jetzt von der Seele schreiben und die Person, die diese Wut gebührt, sollte sich überlegen, was dummes Handeln und unvollständige Weitergabe an Infos anrichten kann.

Die Nacht war sehr unruhig, und aufgrund der unten genannten Ereignisse, habe ich sehr, sehr schlecht geschlafen.
Ich habe gestern bereits gesagt, dass ich weiß, dass Trennungen weh tun. Und ich habe größtes Verständnis dafür, dass man verletzt ist und auch Wut ist durchaus, und bis zu einem gewissen Maße, angebracht. Wirklich. Ich verstehe das.
Auch verstehe ich, dass man vielleicht einen Cut setzen möchte und alle betreffenden Personen blockiert. Überall. Sehr gründlich. Na ja. So gründlich auch wieder nicht. Auch wenn ich das alles sehr als Kindergartenverhalten sehe, habe ich dennoch Verständnis dafür.

Wofür ich absolut kein Verständnis habe ist allerdings, wenn man offensichtlich erstmal hausieren geht mit einer Situation, die einem selbst nicht schlüssig sein kann. Weil man sich nicht selbst genug reflektiert, um zu verstehen, warum Dinge passiert sind, wie sie nun einmal passiert sind.
Stattdessen wurde im Affekt gehandelt und offenkundig auch geredet. Nur nicht mit uns. Nein. So überhaupt nicht. Es wurde einfach gehandelt ohne Hati und mich einmal zu fragen, was genau vorgefallen ist, und wie es nun mal so kommen konnte, wie es nun mal ist. Aber ich leiste gerne Aufklärung und danach… Wird abgerechnet.

Hati und ich kennen uns nun knapp zwei Jahre. Mir ist früh aufgefallen, dass wir uns sehr ähnlich sind. Wir beide haben dieses Monster im Kopf, welches uns immer wieder Zweifel in den Kopf setzt oder uns schlecht macht. So weit nichts Neues. Für niemanden eigentlich. Mal ist dieses Monster sehr präsent und manchmal ist es eine ganze Weile weg. Macht Urlaub in den Weiten der Finsternis, vermutlich.
Und wir beide versuchen alles, um dieses Monster nicht nach außen zu tragen. Das es keiner sieht. Nur wir selbst. Und das ist nicht immer einfach. Und ich habe in der Zeit gelernt zu erkennen, wann es Hati wieder malträtiert und wann nicht. Und in dem Fall gibt es immer nur eine Hilfe: Reden. Bevorzugt mit dem Partner.

Soweit ich das mitbekommen habe, war dies im letzten Jahr durchaus Mangelware bei ihm und ich hab mich noch mehr seiner angenommen. Einfach weil ich weiß, was hilft, um das Monster auszublenden. Ihm die Pfote gereicht, wenn er sie brauchte. Ich habe auch seine Launen ertragen, die manchmal wirklich anstrengend waren. Aber ich weiß wie viel Potenzial in Hati steckt, und habe das ertragen.
DU LEIDER NICHT! Selbst als ich dich vor ein paar Wochen angeschrieben habe, dass du in deinem beschissenen Stream- und Youtubewahn anfängst, Dinge außer Acht zu lassen. Hati zum Beispiel. Denn dem ging es eine ganze Weile nicht gut. Und das weiß ich nicht, weil er es mir unbedingt gesagt hab. Ich wusste es, weil ich es an seinem Verhalten gemerkt habe. Und du? Du warst der Meinung, alles sei toll. Es gäbe keine Probleme oder Redebedarf. Doch gab es. Du versuchtest, es nach außen hin nur nicht wahrhaben zu wollen.

Wir beide haben in den letzten anderthalb Jahren viel geschrieben. Auch über Hati und wie es ihm geht. Immer wieder habe ich dir gesagt, dass er dich immer wieder brauchen wird. Dir schien jedoch nicht bewusst gewesen zu sein, dass telegram Sticker nicht ausreichten.

»Mein Monster macht wieder Probleme«
knuddelsticker

Toll. Das hilft megaweiter. Supergemacht. Dass deine Aufmerksamkeit so weit von Hati wegging, hat schlichtweg dafür gesorgt, dass seine Gefühle dir gegenüber nachließen, bis ein etwaiges »Ich Liebe dich« nur noch eine leere Floskel für ihn war, weil er dich nicht verletzen wollte.
Ich habe bis zum Letzten versucht, Hati in deine Richtung zu halten. 2 Jahre lang. Immer wenn er gezweifelt hat. Und, auch wenn du es mir nicht glaubst, dass auch, nachdem wir herausfanden, dass wir ineinander verliebt sind.

»Ich kann dir nicht das geben, was er dir geben kann«
»Ihr seid ein süßes paar«
»Er kann schnell da sein, wenn etwas ist«

Ich habe sogar den Kontakt auf ein absolutes Minimum reduziert, was mich echt fertig gemacht hat. Also wirklich fertig gemacht. Da kannst du dich auch gerne mit Zino mal zusammensetzen. Der hatte die Zeit keine Freude mit mir. Und er hat mich und Hati in unseren Entscheidungen unterstützt. Das, was du die letzten Monate machen solltest, hat er übernommen.
Was ich damit eigentlich sagen will ist, dass ich nichts dafür kann. Ich habe immer wieder versucht, dass du aufwachst. Die Wahrheit siehst und auch siehst, wer Hati nun mal ist. Ein Mensch, der öfters eine Pfote braucht, die ihm aus dem Loch hilft, in welches er ab und zu mal fällt.
Ich habe ihn dir nicht ausgespannt und hatte das auch nie vor, obwohl ich seit einem halben Jahr bereits das Bedürfnis hatte, sein Partner zu sein, oder was du auch sonst deinen Freunden und Familie erzählt hast. Familie? Ja genau das.

Was bildet sich deine Verwandtschaft eigentlich ein, Hati als »der letzte Abschaum« zu bezeichnen, nur weil er eine Entscheidung für sich getroffen hat, die in seinen Augen überfällig war? Gehts euch noch gut? Hat er euch irgendwas getan oder habt ihr zu viel geraucht? Ja er hat sich von dir getrennt, weil seine Gefühle dir gegenüber einfach nicht mehr da waren. DAS PASSIERT! Wenn du das nicht hattest, okay. Aber sowas gibt es. Aber deswegen ist Hati kein Abschaum!
Die Person, die das gesagt hat, ist es. Denn das ist einfach nur herzlos und hat dafür gesorgt, dass du bei uns nun in einem sehr schlechten Licht da stehst. Und auch haben wir beschlossen, dass wir nichts mehr mit dir zu tun haben wollen. Bis zu diesem Moment, als Hati diese Nachricht erhalten hat, wäre ich gesprächsbereit gewesen.

Du bist ein gestandener, erwachsener Mann. Ich hätte tatsächlich mehr Eier in deiner Hose erwartet, statt diesen Kindergarten und angehenden Rosenkrieg zu veranstalten. Denn das alles, hat Hati sehr verletzt. Er hatte so schon ein schlechtes Gewissen, dass er mit dir Schluss gemacht hat. Und es kostete viel Kraft für ihn da zu sein, damit er sich nicht selbst zerfleischt. Aber nun stell dir die Frage, ob es dir lieber gewesen wäre, dass er bei dir bleibt, dich aber jeden Tag angelogen hätte und gesagt hätte, dass er dich liebt, es aber nicht stimmt.
Es wäre nur Schlimmer geworden. Für Hati. Und am Ende auch für Dich. Ihr hättet nur noch nebeneinander her gelebt. Und dann hättest du ihn vielleicht irgendwann verlassen, weil deine Gefühle einfach nicht mehr die sind, die sie mal waren. Jetzt stell dir vor, dass es anders rum wäre. Ein beschissenes Gefühl.

Und wenn du nach diesem Text immer noch der Meinung bist, dass das alles richtig ist, hab ich dir nur noch eine Sache zu sagen: Du tust mir einfach nur Leid und ich wünsche dir alles Gute.
Und mit diesem LINK HIER (Youtube) möchte sich auch Hati endgültig von dir verabschieden.


Kommen wir wieder zu meinem Tag. Ja das hat mich den halben Tag beschäftigt. Ich hab fast an nichts anderes gedacht heute. Im Gegenteil. Erst als mein Mann, mein bester Freund und ich gestreamt haben, war ich abgelenkt und konnte meine Gedanken für ein paar Stunden abschalten.
Eigentlich wollte ich heute einen Blog schreiben, aber irgendwie hat mir die Geschichte wirklich den Raum im Kopf dafür genommen. Und der Blog ist mir sehr wichtig. Ich werde den vermutlich zeitnah nachholen.

Mein Mann kocht gerade Okonomiyaki. Ich bin sehr gespannt, wie es schmeckt, und beim Essen werden wir sicher Ratatouille gucken. Das hat er sich gewünscht und ich kann meinen Männern einfach keine Wünsche abschlagen, sofern sie in meiner Macht stehen.
Ich habe Hati heute auch geärgert, da zwei Päckchen unterwegs sind für ihn. Und er ist ja überhaupt nicht neugierig, was in dem Zweiten, dessen Inhalt er nicht kennt, drin ist. dogger4Hehe
Ich will mir auch angewöhnen, mit diesem Projekt meinen Kopf von Ärger zu befreien. Und ich bin mir sicher, dass wir heute noch einen Family-Talk abends halten werden, einfach um uns zu hören. Und mit Veröffentlichung dieses Blogs, werden wir mit der oben genannten Geschichte endgültig abschließen.
Wir wissen, dass in der Vergangenheit zu leben keinen Sinn ergibt. Und versuchen gemeinsam nach vorne zu gehen. Und ich weiß, dass wir die Unterstützung sehr viele Leute dafür haben.

Bis morgen
Euer Gerry

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4 Kommentare zu „Gerry 365 #2: 2.1. – Abschied und Schlussstrich“

  1. Ich kenne das Gefühl, in einer zwar langjährigen, aber unglücklichen Beziehung zu sein, aus eifener Erfahrung und muss sagen – ganz besonders wenn ich die Reaktionen darsaf sehe – Hati hat definitiv richtig gehandelt. Hätte er seinen Ex (oder noch schlimmer: sich selbst) belogen, um an dieser lieblosen Beziehung festzuhalten, wäre er bestimmt in dasselbe schwarze Loch wie einst auch ich gefallen. Dann hätte sich irgendwann der Ex von ihm getrennt statt umgekehrt und wahrscheinlich hätte sich Hati auch noch selbst die Schuld dafür gegeben. So etwas zerstört einen Menschen. Und es braucht auch einen anderen Menschen, um das wieder gerade zu biegen.

    Das Verhalten besagter Familie und besonders vom Ex ist einfach nur unter aller Sau. Aber hey, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, nicht? Ich lese ja deutlich heraus, von wem dieses verwerfliche Verhalten kommt, bei dem man lieber die Schuld bei anderen sucht als sich selbst. Aber Hauptsache mann kann sich ein wirres Feindbild schaffen, dass es zu vernichten gilt. Ist ja viel bequemer als einfach mal festzustellen, dass der Sohnemann auch nicht perfekt ist und schlichtweg auf die Gefühle seines Mannes geschissen hat (und den Haufen familiärerseits sogar noch größer werden lässt).

    Ich kenne Hati selbst nicht besonders gut, aber alleine wie er behandelt wird macht ihn mir direkt symphatisch. Er ist einer der wenigen Menschen, die Gerry glücklich machen können. Und das habt ihr zu respektieren. Er ist nun Teil von Gerrys kleiner Familie und als solcher legt ihr euch nicht nur mit ihm an, sondern auch mit mir. Und das wollt ihr ganz sicher nicht! dogger4NotSure

    Zum Rest kann ich nur sagen: Bon appetit. dogger4Hehe

  2. Der Schlussstrich ist gesetzt. Von jetzt an schau ich nach vorne. Ich werd versuchen mich weniger von Meinem Dämon runter ziehen zu lassen, mehr auf das zu fokussieren was mir Spaß macht und Wichtig ist und ich weiß, dass diese kleine Familie immer hinter mir steht und mich unterstützen wird, komme was wolle. Was passiert ist lässt sich nicht mehr ändern, von keiner Seite aus. Am wichtigsten sollte ich mir selber und meinem Glück sein, denn es ist das letzte mal, dass ich zurück blicken werde und sollte ich schwanken auf meinem Weg, weiß ich, dass ich aufgefangen werde.
    With that said: Ich liebe dich, Gerry dogger4Luv und unsere kleine Familie dogger4Luv

  3. Pingback: Gerry 365 #3: 3.1. – Klärung und innerliches Hängen - DogGerry

  4. Pingback: Gerry 365 #12: 12.1. – Was vom Ex übrig bleibt oder auch, wenn aus Verständnis Wut wird - DogGerry

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