Gerry 365 #67: 08.03. – Darauf habt ihr doch gewartet: Super-Sexuality, entspannter Montag

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Es ist Montag. Heute ist Feiertag in Berlin dogger4UwU . Aber … nicht für Gerry. Ich habe heut gearbeitet. Freiwillig. Ja. Aber das hat auch seine Vorteile, in vielerlei Hinsicht.
Nach meinem Feierabend habe ich beschlossen, es heute entspannt angehen zu lassen. Habe ein wenig Loop Hero gezockt und mich heute mal nicht mit Stream oder Projekten beschäftigt. Ist ja auch ganz angenehm. Aber dauerhaft würde ich mich langweilen. dogger4Hehe
Daher heute einfach mal einen Aufreger, der mich wieder dogger4Facepalm hat machen lassen.

SUPER-Sexuality

Alter Schwede. Diskriminierung kennt keine Grenzen. Weder bei den Heten, als auch bei den Schwuppen (Und nein. Der Begriff ist nicht diskriminierend, da ich selber eine Bin dogger4Sip ). Was jetzt gerade durchs Netz geht, ist einfach nur noch Bullshit. Und für mich einen Beweis, dass man sich von TikTok schnellstens trennen sollte.
Dort trendet gerade der Begriff »Super-Straight« (Schreibweise is mir wurscht). Und als man mir das erzählte, war das so … Bitte was? Ich habe mir das einfach mal erläutern lassen und ich geb euch einen kurzen Abriss.

Da gabs irgendeinen Typen der wurde, angeblich will ich anmerken, als transphob bezeichnet, weil er sich wohl nicht mit Trans-Personen daten will. Keine Ahnung aus Prinzip oder was weiß ich. Ihr wisst, dass ich sage, jeder soll daten wen er will, aber sowas, finde ich, sollte man nicht so offen publizieren. Denn auch Trans-Menschen sind letztendlich Mann, Frau oder wie sie sich halt fühlen.
Dieser hat dann wohl die Sexualität »Super-Straigh« erfunden. Richtig gelesen. Das bedeutet, dass man sich nur mit dem (entschuldigt bitte die Wortwahl) natürlichen, anderen Geschlecht zusammentut. Und ich finde diese Einstellung … widerlich.

Natürlich hat das die extremen Hetero-Menschen auf den Plan gerufen. Und auch viele, die eh nicht an Transidentität glauben, oder ähnliche … Individuen. Aber … man mag es nicht glauben: Es geht noch schlimmer.
Auch einige schwule und Lesben haben sich davon inspiriert gefühlt und nennen sich nun auch Super-Gay oder Super-Lesbian. HACKTS BEI EUCH IRGENDWO? Da kommt ein Hetero um die Ecke, erfindet so eine Scheiße und ihr springt darauf auch und findet euch dabei noch geil?

Gerade die LGBQIA* (Ich habe das T an dieser Stelle absichtlich weggelassen) Community schreit dauernd danach »Akzeptiert uns!«, »LIEBE IST LIEBE«, »ICH FICKE MIT WEN ICH WILL« blablabla… und dann wird so ein Bullshit veranstaltet? Wirklich?
Sowas wie eine Super-Sexuality gibt es nicht und sollte es niemals geben! Das ist einfach nur eine Erfindung, um zu polarisieren. Nicht mehr. Nicht weniger. ICH würde einen Transmann daten. Aus Dates entspringen nicht nur Beziehungen, sondern auch Freundschaften. Im sexuellen Sinne käme es auf den Fortschritt der Geschlechtsangleichung an. Es gibt Dinge, mit denen könnte ich einfach nicht.

But … back to the point: Egal ob »natural« oder »trans«. Vor mir steht ein Mann oder eine Frau (Oder was der/diejenige für richtig erachtet). Und das gilt immer. Ich würde mir niemals im Traum einfallen lassen, jemanden prinzipiell abzulehnen, nur weil dieser Mensch trans ist. NIEMALS!
Und niemand aus dieser neu entstehenden Community sollte das tun. Denn das ist im widerlichen Maße INAKZEPTABEL. Und jeder der mir begegnet und meint, er sei »Super-InsertScheißeHier«, brauch mich nicht mehr anschreiben. Ich werde diese »Sexualitäten« nie akzetpieren, weil dafür ist sie mir zu Diskriminierung. Und wie ich schon immer wieder sagte: Für Diskriminierung ist in dieser Welt keinen Platz mehr. Und für diskriminierende Gruppen habe ich schlichtweg KEIN Verständnis.
Aber wir sehen an dieser Stelle sehr gut, dass die Menschen nichts aus der Nazi-Zeit gelernt haben.

Gerry

Anmerkung: Sollte dies ein … soziales Experiment sein, womit ja heute viel entschuldigt wird, war es … disgusting. Lest die „Die Welle“ von Morton Rhue. Dann wisst ihr, wohin sowas führen kann, bitches!

11 Kommentare für “Gerry 365 #67: 08.03. – Darauf habt ihr doch gewartet: Super-Sexuality, entspannter Montag” Freigegebene Kommentare entsprechen nicht der Meinung des Blogautors! Der Autor behält sich das Recht vor, Kommentare, die gegen die guten Sitten verstoßen, zurückzuhalten.

  1. Super… Sexuality… What. The. Fuck?! Ich bin Super-Disgusted ( dogger4Hehe ) bei so einem scheiß. Wie kommt die Menschheit schon wieder auf sowas? Als könnte man keine emotionale Bindung zu einer Person aufbauen, die Trans ist. Aber vielleicht bin ich auch zu Demisexuell um das zu verstehen dogger4Shrug
    Ich hoffe zumindest, dass diese „““Sexualität“““ ganz schnell wieder aus den Köpfen verschwindet.

  2. Tja, wo soll man da nur anfangen? Auf Reddit und Youtube macht es ja auch schon die Runde. Und 9GAG ist voll mit den jeweiligen Memes. Im Endeffekt… find ich es wohl einfach nur traurig.

    Einige Leute fühlen sich halt angegriffen, wenn man sie sexuell nicht attraktiv findet. Das hab ich auch schon hinter mir, aber ich geh deswegen nicht ins Internet und erfinde eine neue Sexualität. Das Schlimmste daran, was die Leute jedoch propagieren, sind die Phrasen, die in der LGBQIA* und auch T Community immer gepredigt wurden. „Wir wollen nur wir selbst sein.“ Angeblich geht man dann mit Morddrohungen auf sie los. Und die Leute glauben es und machen mit. Oder, wie schon beschrieben, machen es noch schlimmer, indem sie ihre eigene „super“ Community kreieren.

    Wenn es wirklich eine echte Sexualität wäre und keine Parodie auf andere, aber letztendlich ist es nur Heuchlerei. Niemand kümmert sich wirklich um die Worte, mit denen hier verteidigt wird. Denn wären sie aufrichtig, würden sie nicht einfach losziehen und eine, wohlgemerkt EINE, spezielle Sexualität die nicht ihre eigene ist angreifen.

    Und da frage ich mich doch: Kann vielleicht mal ein Tag im Internet vergehen, ohne dass jemand der ganzen Welt mitteilen muss worauf er steht und warum … und warum alles andere kacke ist? Ich lebe generell nach dem Motto: Leben und leben lassen. Jeder macht sein Ding, solange andere dadurch nicht zu Schaden kommen. Und nur weil ich es mit Männern treibe, kleb ich mir nicht gleich den Tag „supergay“ auf die Stirn und teile es allen mit. Was soll der Blödsinn? dogger4Facepalm

    Ach ja, es würde mich nicht wundern, wenn es demnächst hier „superphobe“ Anschuldigungen regnet, nur weil man mal die Wahrheit sagt. dogger4Hehe Aber es ist schon schlimm, wie man sich als etwas Besseres hin- und darstellt, dabei aber komplett verleugnet was man eigentlich tut. dogger4NotSure

  3. dogger4Notice ein „SUPER“ vor irgendwelchem Quatsch macht das ganze nicht besser, sondern einfach nur noch abstruser… Ich muss ja sagen, dass mich schon dieser ganze „genderwahnsinn“ teilweise nervt. Muss man wirklich versuchen bei jedem Wort alles und jeden anzusprechen? Aber nun noch die „SUPER“-…. whatever da fragt man sich echt, was die eingeworfen haben… Wie gut das ich kein TikTok hab dogger4Facepalm

    Vielleicht sollte man noch die SUPER-DUPER …. machen, als Steigerung des Ganzen dogger4Hehe

    Mhh will auch Feiertag, aber Hessen hat irgendwie etwas gegen Feiertage, glaub ich zumindest dogger4Shrug

  4. Also mal ganz abgesehen davon das diese Super Begriffe dämlich sind, was ist daran so verwerflich wenn jemand keinen Transmenschen daten will? Ich mein das kann doch jeder für sich selbst entscheiden?

    1. Ich denke, ein Zitat aus den weiten des Internets erklärt genau, wo das Problem ist, lieber Haku:

      „Wenn ich Sex mit jemanden habe, und der mir danach beichtet, dass er trans ist … war das dann Vergewaltigung?“

      Letztendlich ist ein Transmensch, nach der vollständigen Umwandlung Mann oder Frau. Und diese Menschen vom Dating auszuschließen, oder ander zu behandeln (im negativen Sinne) ist Diskriminierend.

      1. Das Zitat ist natürlich absolut Lost. Aber es geht um Dating. Das ist halt einfach übertrieben. Dating ist immer voll mit Diskriminierungen. Ist doch logisch? Ist es Diskriminierung von Rothaarigen, weil man nur mit blonden daten will? Diskriminiere ich Bodybuilder weil ich das unattraktiv finde und keinen Daten will? Wenn jemand, aus welchem Grund auch immer, und wenn es „nur“ der ist, daß es ihm / ihr einfach ein unangenehmer Gedanke ist das der Freund oder die Freundin mal ein anderes biologisches Geschlecht hatte, macht das die Person dann gleich Transphob? Oder Rechts? (LUL)

        Nein. Tut es nicht. Die Definition ist eine andere.

        Nochmal zur Erinnerung: Es geht um’s DATEN. Und nix anderes.

        Natürlich gibt es immer die untersten Schubladen wie in deinem Zitat, aber die gibt es immer und überall, sowas würde ich nicht als Argument heranziehen.

        1. Nur geht eben nicht nur ums Daten. Das, wovon du redest, sind Präferenzen. Aber hier nimmt man eine solche Präferenz, deklariert sie zur sexuellen Gesinnung und feindet alles andere an, während man es sich heraus nimmt nun zur LGBTQIA* Community gehören zu wollen. Man spielt die Opferrolle, weil auf einmal nun die super straight Leute diejenigen sein wollen, die runter gemacht und beleidigt werden. Und wenn du dir die ganzen Kommentare der super straight Leute durch liest, dann siehst du auch, wie transphob das Ganze in Wirklichkeit ist. Man hat sich quasi nur einen Vorwand gesucht, unter dem man das Ganze mit möglichst wenig Gegenwehr durchziehen kann. Und ja, es geht um Sex, nicht ums Daten. Auch das wird klar, wenn man mehr als nur die Definition der Sache liest. Zum einen meinen sie auch, sie wollen nur mit Leuten verkehren, die sich schon immer mit ihren angeborenen Geschlecht identifiziert haben, sprich „richtige“ Männer und Frauen. Andererseits sagen sie aber auch, dass Transmenschen genau das nicht sind. Und das findest du kein bisschen bedenklich? Wenn nicht, glaube ich, machst du dir einfach zu wenig Gedanken deswegen. Aber ich kenne selber ein paar Transmenschen die dadurch nun natürlich zur Zielscheibe werden. Es werden gezielt Transmänner und -frauen raus gesucht, die man nun beschimpft, beleidigt, Mundtot machen will einfach unter dem Mantel einer neuen Sexualität.

          Denk mal drüber nach… dogger4NotSure

          1. Ich lese mir sicher nicht die ganzen Kommentare der Super Straight Leute durch. Darum ging es grad auch überhaupt nicht. Es ging um die Verallgemeinerung das automatisch jeder der keinen Transmenschen Daten möchten direkt Transphob ist.

            Genauso wie Gerry oben schreibt das es ihm egal ist, sollte man auch akzeptieren das es auch Menschen gibt die das anders sehen. Das diese ganze Super-XYZ Sache dämlich ist habe ich geschrieben, direkt im Ersten Satz.

            Es geht um’s verallgemeinern.

            „Ist #superstraight das neue Rechts? “ <- Die Aussage ist halt einfach dämlich, sorry.

          2. Schön, dass du meinen Tweet als „Dämlich“ empfindest. Ich empfinde es als dämlich, dass du dich überhaupt nicht mit dem auseinander setzt, was Ignis und ich hier versuchen mitzuteilen. Vielleichten solltest du dir mal den Hashtag „Superstraight“ anschauen, von welchem Klientel er benutzt wird. Welche Leute darauf anspringen. Zum Beispiel die AfD. Oder Leute die der Meinung sind, dass Mann + Frau + Kind = Einzig wahres Familienbild sind.
            Und wenn es um Rant gegen die Petplay-Community geht, ist verallgemeinern okay. Jedenfalls sagst du da nichts gegen, wenn das Leute tun. Du verallgemeinerst genauso. Siehe meine Anmerkung zum Thema „Rechts-sein“ bzw. „rechte Haltung“ haben aber „Leben und leben lassen solange sie nichts verwerfliches tun“.

            Und es ist kaum noch ein Verallgemeinern, wenn es auf einen extremen Teil dieser Leute schlichtweg zutrifft. In der minimalen Zeit, in der ich das Thema verfolge, möchte ich öfter Kotzen, wie wenn die AfD wieder irgend nen Bullshit labert.

  5. Mal als kleine Anmerkung: In diesem Blog geht es um den Begriff „SUPER STRAIGH“ und nicht darum zu verallgemeinern, dass alle Leute, die Transmenschen bei Dates ablehnen Transphob sind. Außerdem sollte man noch anmerken, dass „Transidente“ Menschen nach einer Umwandlung als Mann und Frau zu sehen sind und nicht als Trans.
    Und wenn man genau hinschaut, is jedwede Kritik berechtigt an dieser … „Sexualität“ denn sie wird primär von Rechten Menschen und Konservativen genutzt, die nur ein Familienbild kennen und das ist nicht unsers. Und „Superstraigh“ ist ein Begriff, der einen Freifahrtschein zur Diskriminierung werden soll. Und es ist in jeder Form pervers, dass sie sich sogar schon die die LGBTQIA+ Community mit einem …. SS hintendran einreihen.

    Ich bleibe dabei: wer keine Transidenten Menschen daten will, muss es auch nicht. Aber das auf so eine Art in die Welt zu posaunen und dass es Menschen gibt, die das Legitimieren ist widerlich.

  6. Ich schreibe jetzt nochmal alles zusammen:

    Zitat: „But … back to the point: Egal ob »natural« oder »trans«. Vor mir steht ein Mann oder eine Frau (Oder was der/diejenige für richtig erachtet). Und das gilt immer. Ich würde mir niemals im Traum einfallen lassen, jemanden prinzipiell abzulehnen, nur weil dieser Mensch trans ist. NIEMALS!
    Und niemand aus dieser neu entstehenden Community sollte das tun. Denn das ist im widerlichen Maße INAKZEPTABEL. “

    So wie du es schreibst findest du es Inakzeptabel wenn jemand eine Person ablehnt wenn der Mensch trans ist. (Und ich betone nochmals, das es in den meissten der #SuperStraight Postings die ich inzwischen gelesen habe erstmal NUR um Dates geh, und um nichts anderes. DAS ist das Grundthema / der Ausgangspunkt der ganzen Sache)

    Ich Frage: „was ist daran so verwerflich wenn jemand keinen Transmenschen daten will?“

    Gerry Antwortet: „Letztendlich ist ein Transmensch, nach der vollständigen Umwandlung Mann oder Frau. Und diese Menschen vom Dating auszuschließen, oder ander zu behandeln (im negativen Sinne) ist Diskriminierend.“

    Daraufhin kommt meine Antwort das ich es albern Finde das so zu sagen.

    Dann kommen Dinge die überhaupt und absolut garnix mit der aktuellen Diskussion zu tun haben, whataboutism etc pp. (Wo bitte hab ich beim Petplay rant verallgemeinert? Es ging um die Hamburger Gruppe und da im Speziellen um 2 Personen. Das ist keine verallgemeinerung o_O)

    Gaaaaanz zum Schluss heißt es dann:

    „Ich bleibe dabei: wer keine Transidenten Menschen daten will, muss es auch nicht. Aber das auf so eine Art in die Welt zu posaunen und dass es Menschen gibt, die das Legitimieren ist widerlich.“

    Das ist eine VÖLLIG ANDERE AUSSAGE als die Aussage die vorher getätig wurde. Ob das nun ein versehen war oder nicht weiss ich nicht. Und damit geh ich konform, weil mein aller erster Satz den ich überhaupt geschrieben habe zu diesem Thema war das ich die Hashtags absolut dämlich finde.

    Vorher wurde allerdings über was völlig anderes geschrieben, nämlich nicht die Art und Weise wie das kommunziert wird sondern (Zitat) „Und diese Menschen vom Dating auszuschließen, oder ander zu behandeln (im negativen Sinne) ist Diskriminierend.“

    Und (unteranderem) um dieses Zitat ging es mir. Es ist weder transphob noch diskriminierend (im „politschen“ Sinne). Genauso wenig diskriminierend ist es wenn ich meinen Datingpartner nach Äusserlichkeiten aussuche.

    Keine Ahnung warum mir dann vorgeworfen wird warum ich es nicht verstünde oder mich nicht an der Diskussion beteilige. Weil es nie eine Diskussion gab von meiner Seite aus, abgesehen von der EINEN FRAGE die ich gestellt habe, Aufgrund der in diesem Kommentar nochmal zitierten Äusserungen.

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