Gerry 365 #312: 08.11. – Emotionaler Wert, Schenki von meinem Mann

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Ich hatte vor kurzem mit einer lieben Person einen kleinen Diskurs. Überall auf Twitch brechen die Zuschauerzahlen ein. Das dies Streamer ein wenig überrascht und auch etwas frustriert. Denn wenn die Zahlen wirklich ein Minimum erreichen, fragt man sich doch, ob der Aufwand sich noch lohnt?
»Aufwand. Ach komm Gerry« Ja Aufwand. Am Ende belastet Streaming z. B. schon massiv, das System, was bei einigen Komponenten für verstärkten Verschleiß sorgt. Diese Komponenten müssen aufgerüstet bzw. ausgetauscht werden.

Aber gut. Das ist jetzt etwas, was nicht dauernd passiert. Man muss während des Streamens, besonders wenn die Systeme so spinnen wie meines aktuell, immer Dinge im Auge behalten.
Auch was man wie sagt, will, bei den immer strengeren Richtlinien, gut überlegt sein. Am Ende ist Streaming immer ein kleiner Stressfaktor. Andere sehen es noch stressiger als ich, andere wider nicht.

Anyway. In der oben genannten Unterhaltung wurde gesagt, dass ich den Zuschauerzahlen zu viel emotionalen Wert beimesse und diese Person überhaupt nicht auf Zahlen schauen würde, wenn sie streamen würde.
Dabei knüpfe ich die Zahlen nicht an Emotionalität, sondern Erfolg. Das ist das gleiche wie mit dem Veröffentlichen von Büchern. Du steckst viel Energie und Geld, nach dem Schreiben, in Werbung und Verbreitung der Info. Wenn der numerische Erfolg ausbleibt, warum sollte man noch weiter Geld reinstecken?

Vor allem, wenn so ein Buch am Ende über 700 oder 800 Euro kostet. Das Gleiche gilt natürlich für den Stream. Man steckt im Laufe der Zeit, oft auch sehr unbewusst, ins Streaming sehr viel Geld rein. PC Teile, Zubehör, Spiele. So viele Spiele.
Das läppert sich irgendwann wirklich massiv. Und auch kleine Streamer, die meinen Blog verfolgen, werden dies bestätigen können.

Dann wurde davon ausgegangen, dass ich riesig werden will, nur weil ich die Zahlen im Auge habe. Das ist aber auch nicht wirklich korrekt. Ich habe ehrlich gesagt nicht die Intention 500 Zuschauer, oder mehr, gleichzeitig bei mir zu versammeln.
Ich hab ja schon oft darüber geblogged, warum ich noch streame. Es gibt immer tolle Momente. Z. B. wenn eine neue Person kommt, mit der man einen Draht hat. Oder wenn viel Aktivität im Chat herrscht. Das ist toll und ausreichend. Und die meisten Neustreamer, die ich dieses Jahr begleitet oder beobachtet habe, fangen auch genau aus diesen Gründen an.

Letzte Woche hat mich dahingehend etwas deprimiert, dass die Zuschauerzahlen, im Vergleich zu den Wochen davor, sich gedrittelt hat. Kaum Chataktivität und na ja. Es knickt einen doch irgendwie.
Wie ich schon oft sagte: Ich möchte nicht unendlich groß werden. Das wär mir zu stressig. Aber eine Größe zu erreichen, in der immer im Chat was los ist, wäre nice. Ich mag Interaktion. Unterhaltungen. Diskussionen. Und ich hoffe, dass das nächstes Jahr vielleicht etwas besser wird, mit neuem Content.

Monetär erwarte ich vom Streamen generell nicht viel. Die Margen für Subs sind nicht wirklich toll und das ist auch nicht meine Intention. Donations erwarte ich nicht permanent. Und wenn ich dringend was für den Stream brauche, dann gehe ich transparent damit um. Und Spiele finanziere ich mir in der Regel selbst, wenn ich sie denn Spielen möchte.
Ich hoffe, ich konnte hier etwas erläutern, dass ich den Zahlen keinen emotionalen Wert beimesse, sondern Erfolg daran knüpfe. Und dass auch keine Absicht vorliegt, 500 Zuschauer zu versammeln oder reich damit zu werden. Ich möchte Interaktivität. Not more, not less.

Und weil die Woche so schlecht lief, und mir irgendwie die Spielalternativen gefehlt haben, hat mir mein Mann gestern ein unerwartetes Schenki gemacht. Er hat mir gestern »Undernauts – Labyrinth of Yomi« geschenkt, was wir gestern auch gleich gespielt haben.
Ich wird auch das Gefühl nicht los, dass wir eine ganze Weile an dem Spiel sitzen werden. ABER ich muss noch was verkünden:

Ich hab den Jahrestag verpennt. Das will ich am kommenden Samstag mit einem längeren Stream nachholen. Mein Plan wäre, von 12-21 Uhr zu streamen. Unter anderem ein Spiel, was meinem Stream schon zweimal angenehme und lustige Chatrunden beschert hat.
Zum vierjährigen Jubiläumsstream, der eigentlich schon hätte vor 5 Tagen stattfinden müssen dogger4OMG , spielen wir zum dritten Mal »Illusion of Time«, nach Möglichkeit in einem Zug durch. Und ich werde … ich werde …. vorlesen. dogger4NotSure

Lasst uns dann gemeinsam ein wenig in der Streamvergangenheit schwelgen. Ich werde es auf jeden Fall sehr viel tun. Und hoffe, dass so viele wie möglich dabei sein werden. Vier Jahre Gerry-Streams. Außerdem werde ich bis dahin auch versuchen, einen konkreten Plan vorzulegen, wie es ab nächstes Jahr weiter geht.
Ich habe Ideen, aber bei manchen bin ich auf andere angewiesen und für andere muss ich gewisse Faulheitsmonster überwinden. Aber mal schauen. Es sind noch knapp zwei Monate.

Ich wünsche euch nun einen schönen Tag und lasst euch nicht stressen.

Gerry

4 Kommentare zu „Gerry 365 #312: 08.11. – Emotionaler Wert, Schenki von meinem Mann“

  1. dogger4Hi Liebster Gerry dogger4Luv

    Ich kann dich nachvollziehen. Ich achte zwar nicht auf den verschleiß meiner Hardware, da hab ich mir noch nie drüber gedanken gemacht (gibt wichtigeres in meinem kleinen Köpfchen zum dran denken ^^) aber es leuchtet schon ein, dass man ordentlich nach und aufrüsten muss damit der Stream flüssig läuft.

    Ich selbst habe angefangen zu streamen, weil ich meine lieblings Spielereihe “Suikoden” wieder mal spielen wollte. Ich dachte, dass dann evtl wer zusieht der die Spiele kennt und wir uns drüber austauschen können. Auch hab ich schon anderes gestreamt und das weil ich einfach bock hatte zu zocken. Ich habe auch keine festen Streamingzeiten, da es mir nicht darum geht, zur perfekten Zeit massig Zuschauer zu generieren. Aber ja. ist der Chat leer und stumm macht es auch keinen Spaß. Meine erfolgreichsten Streams waren die beiden Latex-DIY-Streams. waren auch die einzigen die ich Beworben habe auf den anderen SMPlattformen.
    Ich möchte mit streamen kein Geld verdienen. Ich möchte Spaß mit anderen haben, sie unterhalten, mit ihnen zocken.

    Und ja, ich schaue auch auf die Zahlen und schaue ob ein neuer Follower kam oder nicht. Denn dieser könnte im nächsten Stream ja fleißig chatten. :)

    Ich wünsch dir noch nachträglich Happy-Stream-Birthday dogger4Luv

    sodelle. Tschüsseldorf

    der Suri dogger4Comfy

  2. Erfolg. Das ist wohl der Grundgedanke hinter jedem Stream, bzw. Streamer. Und Erfolg definiert jeder für sich selbst. Einige sehen Erfolg nur als “entweder bist du Affiliate/Partner, oder gar nix”. Andere wollen sich eine Community aufbauen. Für andere ist es ein Hobby.

    Wer dir unterstellt, für Ruhm und Ehre (und vor allem für Geld) streamen zu wollen, kennt dich nicht. dogger4Notice Und dein Bedürfnis nach Chataktivität kann ich sehr gut nachvollziehen. Es ist ja toll, wenn Leute zuschauen… wenn sie denn auch wirklich da sind. Aber viele lassen einen oft nur im Hintergrund laufen und honestly, mir persönlich würde das mal so gar nicht helfen, auch wenn’s gut gemeint ist und Lurker definitiv auch ihren Platz haben und auf ihre Art dazu beitragen. dogger4Shrug Und ich schließe mich da nicht aus, denn wenn mich ein Spiel nicht interessiert, oder Leute anwesend sind die ich nicht kenne/mag, dann halt ich mich eher bedeckt. Meistens bin ich dann im Discord auch bereits mit anderen Leuten beschäftigt und am Zocken. dogger4Sip

    Und natürlich, wenn man auf die Zahlen achtet, demotiviert einen das eher. Glücksmomente sind da rar gesät, bestehen meist nur aus größeren, unerwarteten Hosts oder Raids, sprich, wenn der Chat förmlich explodiert. Das merkt man einem manchmal dann auch an, wenn man in Schweigen verfällt oder, wenn man sich doch mal zu Wort meldet, nicht unbedingt bei bester Laune ist. dogger4Think Allgemein gesprochen. Und wie viele Leute hören auf, oder verkünden es zumindest, weil sie denken, dass es nichts bringt? Wie viele Leute sitzen ein Jahr lang, oder mehrere, in leeren Chats und hoffen auf das Beste – nur damit einer vorbei kommt und dir sagt, du sollst nicht auf die Zahlen schauen? dogger4NotSure

    Twitch ist Unterhaltung, Entertainment. Sympathie steht ganz hinten, in erster Linie wollen Leute ihre Spiele schauen, ihren Senf dazu geben. Die Person die es präsentiert, kommt erst hinterher. Und wehe dir, wenn du nicht die beliebten Spiele spielst… oder nicht so, wie sie es gerne hätten. Schande über dich, wenn du es wagst, Retro Krams zu spielen und nicht einen Speedrun draus zu machen. dogger4Derp You get the picture.

    Das einzige, von dem ich weiß, dass es funktioniert, ist, wenn man sich Leute nicht sucht, sondern einfach findet. Ich könnte hier nun Schleichwerbung machen für eine Hand voll Leute, die mich nie enttäuscht haben in dieser Hinsicht. Und really, ich bin wirklich einige Heuchler und Polöcher auf Twitch durch, da will das schon was heißen. dogger4OMG

    Was ich persönlich vermisse, ist eine Community, die auch eine ist, und nicht nur aus Leuten besteht, die auf ihr Spiel hoffen oder es einem permanent aufdrücken wollen. Das kann ich schon nicht in anderen Chats ab, wenn einer meint “spiel doch xyz und wenn du das nicht tust, bist du halt doof, so”. dogger4Rage Und in meinem eigenen Chat würde ich das erst recht nicht wollen.

    Also, nicht, dass ICH streamen würde. Aber du weißt schon, was ich meine. dogger4Sip

    Zum Jahrestag: Sehen wir dann vielleicht, wie Gerry den Secret Dungeon schafft, mit allen Juwelen? Also, diesmal wirklich? dogger4Hehe Wirklich, wirklich, wiiirkliiich? dogger4Hehe dogger4Hehe dogger4Hehe

  3. Ich finde es Schade das so sehr auf Zahlen geschaut wird. Mir persönlich ist es tatsächlich absolut egal. Ichhab schon für 0 Zuschauer gestreamt, ich hab schon für 40 gestreamt. Streamen läuft nebenbei wenn ich eh zocke meisstens. 0 Aufwand, und wenn paar Stammis da sind freu ich mich, wenn nicht zock ich trotzdem.

    Ich schaue auch nie auf Zahlen, während des Streams ist alles ausgeblendet und nix wird angezeigt Nur in den sporadischeb Mails seh ich ab und zu mal Zahlen konkret.

  4. mhh Streaming… Erfolg und Emotionen sind zwar nicht das selbe, aber löst es nicht eine Emotion aus, wenn man erfolgreich ist? Fühlt man sich dann nicht normalerweise besser? Ich kann das zweifeln verstehen, wenn der Erfolg auf Grund niedriger Zuschauerzahlen nicht aufkommen will. Aber wie auch wer anders schon schrieb, man Zockt wahrscheinlich eh und dann lässt man den Stream halt mit laufen. (also ich würde das zwar trotzdem nicht, aber andere machen es so) und im Endeffekt kannst du dabei ja nur gewinnen, wenn dann doch Personen hinzukommen.

    Das Streaming die Hardware mehr beansprucht – daran hab ich bisher nicht gedacht, aber denke auch wenig über sowas nach, da meine Spiele meistens eh öhm “alt” sind dogger4Hehe

    Lass dich von sowas nicht runter ziehen. wenn es bergab geht, kann es auch wieder bergauf gehen dogger4Hug

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