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Gerry 365 #211: 30.07. – ANGST Staffel 2: #10 – Zu viel zu werden

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Ich denke, gerade durch die letzten Beiträge, es ist zu erkennen, wie schwierig es mit mir ist und immer sein wird. Und dessen bin ich mir tatsächlich auch bewusst. Gerade wenn ich so im Internet schaue, wie Menschen miteinander (im positiven Sinne) umgehen können, habe ich immer ein ganz bestimmtes Gefühl.
Ich habe zwei tolle Männer. Einen tollen besten Freund. Und viele tolle Freunde und bekannte. Doch jeder von ihnen, auch wenn sie es jetzt verneinen würden, haben eine Grenze. Eine Grenze, die es nicht zu überschreiten gilt.

Je länger ich mit jemanden zusammen oder befreundet bin, umso mehr Angst hab ich, dass sich diese Menschen von mir lösen. Dass sie mich fallen lassen und zeigen, dass das Limit nun erreicht ist.
Und ich wende sehr, sehr viel Kraft auf, worauf ich morgen zu sprechen komme, um so gut wie möglich, durch das soziale Labyrinth zu finden. Natürlich verstelle ich mich nicht. Aber ich verberge Dinge. Dinge die in mir vorgehen.

Solange ich das tu, habe ich das Gefühl, die Menschen bei mir zu halten. Die Menschen, die mir viel auf meine Weise bedeuten. Würde ich alles, was in mir drin manchmal los ist, wären die Leute nicht lange Teile meines Lebens.
Und ich glaube auch, dass Zino in den letzten Jahren bestimmt schon das Gefühl hatte, dass ich ihn zu viel bin. Er hat ja schon viel Erfahrung mit problematischen Kerlen. Aber ich glaube, meine Problematik liegt auf einer anderen Ebene.

Für die Blutsfamilie hatte ich als Kind schon den Eindruck gehabt, eine Last zu sein. Ich bin ja nicht nur jetzt als Erwachsener seltsam. Ich war ja schon immer so. Und, auch wenn es vielleicht nicht beabsichtigt war, mir wurde das auch immer gezeigt. Außer .. bei meiner Oma. Da schien ich immer willkommen zu sein. Egal wie anstrengend ich war.
Ich glaube, meinen Kontakten (Sei es nun Beziehungen oder Freundschaften) könnte ich irgendwann zu viel werden. Und sie könnten zu höflich sein, es zu sagen. Ich habe Angst davor, dass dieser Punkt kommt, wo Leute mich fallen lassen und ich die verliere, die mir wichtig sind. Denn ich bin anstrengend. Aber … seid froh, dass ihr meinen Kopf nicht hab. Ihr würdet euch selbst zu viel werden.

Ja das geht auch. Ich habe, besonders in dunklen Zeiten, sehr oft mit dem Gedanken gespielt mir ein Messer in den Kopf zu rammen. Gerade wenn man schlafen will. Natürlich werde ich sowas nicht tun. Aber es soll den Eindruck vermitteln, den ich von mir selbst habe. Ich bin mir oft zu viel. Viel zu viel.

Gerry

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4 Kommentare zu „Gerry 365 #211: 30.07. – ANGST Staffel 2: #10 – Zu viel zu werden“

  1. Das Gedankenlabyrinth im Kopf…
    Was sagt man, was lässt man und wie macht man es, dass man den Leuten gefällt… dogger4Think

    Die Kunst besteht wohl darin, dass man sich selbst von dem ganzen nicht auffressen lässt. Das man noch abschalten kann und auch zur Ruhe kommt, trotz dem ganzen gewirr.
    Ich denke über viele Dinge nach, aber behalte es für mich. Meist ist es dann eher das was man macht, womit man mit Sachen umgeht und es ist oft auch dieser Tropfen der fehlt, bis das Fas überläuft und wo man aber trotzdem einen weg findet, es wieder etwas ablaufen zu lassen, damit das Überlaufen auch nicht passiert.

    Mittlerweile hab ich die Einstellung, wenn sich jemand nicht mehr meldet, dann ist das eben so. Aber dann da noch viel Kraft zu investieren ist es auch nicht Wert. „Reisende soll man nicht aufhalten“ hat mal wer zu mir gesagt und ja, nach einigen vergebenen Müh lässt man es auch irgendwann dogger4Shrug
    Es ist traurig wenn ein lieber Kontakt einfach abbricht, aber es muss auch von beiden Seiten was kommen, damit es klappt. Und bei den Wirklichen Freunden weiß man, dass die einem (hoffentlich) sagen, „Stop“

  2. Die meisten Menschen sind mir nach spätestens 2 Stunden zu viel, das trifft selbst auf Familie zu. Wenn ich mich mit jemandem mehr als 2h im Discord aufhalten kann, auch wenn man nicht jede Minute etwas von sich gibt, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Aber ich bin mir der Tatsache bewusst, dass auch ich ziemlich anstrengend sein kann manchmal … und das nicht zu knapp. Ob man sich nun freundschaftlich unterhält und Dinge unternimmt, nur online miteinander zockt oder unartige Dinge miteinander anstellt. Ich bin oft sehr fordernd und manche würden fast sagen klammernd. Manchmal übersteig ich dabei auch die eine oder andere Grenze, weil ich nicht drüber nachdenke, z. B. wenn ich jemanden mehr mag als ich sollte. dogger4Hehe Aber ich fahr dann auch zurück wenn man mich wissen lässt dass es zu viel wird. Letztendlich will ich ja auch niemanden nerven… wenn ich so drauf bin, dann ist das meist nur meine Art, Zuneigung auszudrücken, ohne solche worte wie „mögen“ oder „lieben“.

  3. Da glaubst du tatsächlich falsch, geliebter Mann dogger4Luv
    In all den Jahren bist du mir noch nie zu viel geworden. Du magst manchmal deine Eigenheiten haben.
    Bei manchen Schrullen verdreh ich auch gerne mal die Augen, aber zu viel bist du mir bisher noch nie geworden.

    Solche Angewohnheiten gehören einfach zu dir als Mensch. Und wer das nicht akzeptieren oder nicht damit umgehen kann, der mnuss es halt lassen dogger4Shrug

  4. Pingback: Gerry 365 #201: 20.07. – ANGST Staffel 2: #0 – START - DogGerry

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