Gerry 365 #180: 29.06. – Eingebildete Diskriminierung in Magdeburg

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Vor ein paar Tagen habe ich zwei Kommentare bekommen, die ich nicht veröffentlicht habe, da sie unter einem Polybeitrag standen und absolut nichts mit dem Blog zu tun hatten, sondern eher ein Nachforschungsvorschlag waren.
Es handelt sich um die Corona-Auflagen der Stadt Schönebeck die wie folgt sind:

Die Teilnahme am CSD ist an einem der folgenden Nachweise geknüpft:

  • Nachweis über die komplette Zweifachimpfung (Biotech, Moderna, AstraZeneca) / Einfachimpfung (Johnson & Johnson)
  • Nachweis über Genesung nach Erkrankung mit Covid-19
  • Aktueller Corona-Test der nicht älter als 24 Stunden ist (Testung auch Vorort möglich)

Soweit ich das erkenne, sind das übliche Regelungen bei größeren Menschenansammlungen in den meisten Städten und Bundesländer. So viel jedenfalls erstmal zu den Informationen, die man braucht.

Nun gibt es wohl Grüppchen dort, die laut »DISKRIMINIERUNG« geschrien haben. Es wird wohl vom Veranstalter gesagt »Jeder ist Willkommen«, was denke ich, die Grunddefinition eines jeden CSDs sein sollte.
Allerdings Diskutieren jetzt einige darüber, dass man als nichtgeimpfter / nichtgenesener diskriminiert werden würde, unabhängig der Sexualität. Und das war der Moment, als ich das gelesen habe, wo Folgendes passierte:

Ich denke, dass wir in den letzten vielen Monaten echt Probleme hatten. Wir konnten nicht reisen. An CSDs war letztes Jahr gar nicht zu denken. Geschweige denn mal irgendwo hinzugehen, um ein Kaffee zu trinken.
In solchen Diskussionen wird immer eine wichtige Sache vergessen. Aus Egoismus. Blösheit. Whatever.

ES GEHT UM MENSCHENLEBEN

Laut dem Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University (JHU), welches alle möglichen Informationen zu Covid-19 Infektionen, verstorbene und geimpfte sammelt, sind weltweit 3.929.829 (Stand 29.6.2021, 09:21 Uhr) gestorben. Davon 90.827 allein in Deutschland.
»Aber Gerry. Hier leben acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten!!111elfelf«
Und deswegen sind fast 4 Millionen Tote nicht nennenswert? Bullshit. Von den 181.436.184 erkrankten Menschen weltweit, 3.734.832 davon in Deutschland, haben teilweise mit sehr, sehr schweren Folgeproblemen zu kämpfen.

Genau genommen, können wir fucking froh sein, dass die Zahlen auf der Welt nicht in die Milliarden gegangen sind, weil die Welt verhältnismäßig schnell reagiert hat. In einer Pandemie geht es darum, seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, um alle anderen, und vor allem sich selbst, zu schützen.
Maßnahmen, wie zum Beispiel die Stadt Schönebeck aufgestellt hat, haben dafür gesorgt, dass wir inzwischen wieder ins Leben zurückkehren dürfen. Ich hab zum Beispiel gestern unser Ferienhaus gebucht, was wir seit über einen Jahr vor uns hinschieben und immer wieder stornieren mussten.

Die Welt hat genug Schwurbler, die behaupten die Impfungen machen uns zu Sklaven von irgendwem und wir werden gechippt oder was weiß ich. Oder Leute, die von Geimpften Abstand nehmen, weil die Impfung ja übertragbar wäre …. dogger4Facepalm .
Müssen wir jetzt echt anfangen, uns diskriminiert zu fühlen, weil wir nicht zu einer Pseudo-Demo können, nur weil wir uns nicht Impfen lassen haben, oder noch keinen Termin bekommen haben oder das unbeschreibliche Glück hatten uns nicht zu infizieren? Oder, aus welchen Gründen auch immer, sich nicht testen zu lassen.

Das hat NICHTS mit Diskriminierung zu tun.

Ihr diskriminiert euch selbst, wenn ihr euch nicht impfen oder testen lasst. Denn ihr müsst verstehen lernen, dass es um eure Gesundheit geht. Es geht darum, dass ihr unbedenklich an solchen Aktionen teilnehmen könnt.
Es sei denn, ihr wollt euch irgendwann eine Infektion einfangen und lange Nebenwirkungen die euch den Rest des Lebens erschweren oder qualvoll sterben, dann brüllt weiter euren Dünnschiss in die Welt. Ihr werdet nicht diskriminiert. Ihr redet euch das nur ein, um Gründe zu finden, damit ihr euch nicht Impfen oder testen lasst.

Ja die Tests sind unangenehm, aber notwendig. Wenn wir irgendwann wieder unbesorgt Dinge tun wollen, dann brauchen wir diese Tests. Wir brauchen eine extrem hohe Impfquote und weiterhin strenge Regeln.
Und am wichtigsten: Wir brauchen euer aller Verstand. Haltet euch an die Regeln. Ihr dürft hinterfragen. Aber akzeptiert, wenn die Regeln sinn ergeben. Und hört auf Bullshit zu labern. Denn Bullshit beschützt euch nicht vor Viren. Und glücklicherweise ist die Unfähigkeit nachzudenken nicht ansteckend.

Und nein: Ich wurde nicht voll Bill Gates bezahlt, damit ich diesen Blog schreibe. Das ist normaler Menschenverstand.

Gerry

Beep. Boop. I .. Love .. Microsoft dogger4Derp

P. S.: Der Blog war auch der Grund, warum ich ein neues Kontaktformular gemacht habe. Wenn ihr auch einen Themenvorschlag habt, klickt rechts vom Blog im Block “Wichtige Links” (in der mobilen Version unterhalb der Kommentare) auf Themenvorschläge.

5 Kommentare zu „Gerry 365 #180: 29.06. – Eingebildete Diskriminierung in Magdeburg“

  1. Manchmal kommt man sich wirklich vor, als wäre man komplett von Idioten umgeben. Wie das bei meinen Mitarbeitern und Familie aussieht, weißt du ja schon. dogger4Derp Ich glaub die haben einfach keine Hobbys oder so… und ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welcher Entschlossenheit sie ihr im Internet oder vom Hörensagen aufgeschnapptes Halbwissen weiter geben. Immer bestrebt, die große Verschwörung aufzudecken, dass die Regierung die kleinen Leute platt machen will oder schlimmer, die Weltbevölkerung auf eine Million Menschen runterfahren, nur weil wir mal Trinkwasserknappheit haben. dogger4NotSure

    Ich bin auch kein Fan der Maßnahmen, aber ich halte mich wenigstens dran. Und ganz ehrlich: Für die Impfung lässt man sich 2x pieksen und ist dann sehr lange mit dem Thema durch. Vielleicht nochmal zum Auffrischen später… aber sonst. Das ist für mich der wesentlich einfacher und bequemere Weg, selbst in Pandemiezeiten noch halbwegs normal leben zu können oder sich jedes mal Dinge bis zum Anschlag in den Riecher schieben zu lassen. dogger4OMG

    1. Mittlerweile fühlt sich doch fast jeder wegen irgendwas diskriminiert…

      Den Leute haben ja die Möglichkeit teilzunehmen, wenn Sie sich testen lassen. Also werden die meiner Meinung nach nicht diskriminiert.

      Aber so Stäbchen selbst in die Nase machen, ist schon ein sehr komisches Gefühl, da bin ich froh, dass es die Testzentren gibt. dogger4Hehe

      Ansonsten können die Personen die sich in die drei Kategorien nicht einordnen können oder wollen immernoch als Zuschauer am Rand stehen und auch dort für Ihre Rechte sichtbar sein und sich präsentieren. Es heißt ja nicht, dass nur die die Mitlaufen dies tun.

  2. dogger4Hi Liebster Gerry dogger4Luv

    Ich bin größtenteils bei dir und da sich deine Aussagen auf die Teilnahme bei einer Demo basieren auch vollkommen.
    Generell gibt es aber ein Recht auf nichtwissen. D.h. man muss sich nicht testen lassen und muss somit nicht möglicherweise die erschrekende Nachricht einer Infektion erfahren. (So auch bei dem Thema HIV). In dem Fall gilt es aber an den Menschenverstand zu appelieren um zu sagen “Du willst es für dich nicht wissen, gut. Aber bringe andere nicht ungefragt/unabgesprochen in Gefahr.”

    Bei HIV isses ja so: Jeder sollte das Risiko kennen, wenn er ungeschützt vögelt, sich infizieren zu können. Da sich die Übertragungsmöglichkeiten bei diesem Virus auf wenige Formen beschränken ist hier das Thema “Eigenverantwortung”. Jeder muss selbst entscheiden ob er dem anderen soweit vertraut. Und wenn der Andere lügt, dann ist es ein Problem das man selbst dem anderen vertraut hat.
    Bei Corona ist es was anderes, da die Übertragungswege andere sind und viel einfacher für eine Infektion. Hier jedem “bei klarem Menschenverstand” zu sagen: “Du musst wissen ob du den Leuten im Supermarkt beim einkaufen vertraust oder ob du halt nie wieder einkaufen gehst…” is halt unmöglich. Deswegen ist es hier viel wichtiger das die Leute, die sich nicht testen lassen wollen, Gedanken darüber machen ob es sinnvoll ist sich in einer Demo zu beteiligen.

    War zwar heute noch kein Beef, aber Bacon schmeckt ja auch. dogger4Nom dogger4Derp

    der Suri dogger4Comfy

    1. Naja liebster Suri: Wer sich nicht testen oder impfen lässt, soll sich aber auch nicht wundern, wenn er an solchen Großveranstaltungen nicht teilnehmen darf. So sind die Verordnungen nun einmal und wer nachdenkt weiß, dass es nicht diskriminierend auszulegen ist, sondern es um den Schutz von Menschen geht. :)

      1. Ich beziehe mich übrigens nicht auf Querdenker, sondern “normale” Menschen die einfach Angst davor haben, dass ein Testergebnis positiv sein könnte. Phobiker z.b.

        Leugner und Querdenker glauben nicht an die Existenz des Virus. Für diese ….(arg deine ständig aufploppende discordwerbung unterbricht ständig meinen schreibflow….. grummel)…. Für diese gibt es in Bezug auf Corona kein Recht auf Nichtwissen, denn sie wissen ja das es nichts gibt, was sie wissen müssten!!!111!1!!

        Ich spreche von denen die wissen das es Corona gibt, aber angst davor haben es möglicherweise haben zu können. Ein Freund von mir wollte sich auch nie testen lassen und wartete auf die Impfung. Ist vollkommen Ok. Es ist seine entscheidung gewesen und er hat sich auch dementsprechend anderen gegenüber verhalten und sich halt mit keinem getroffen oder sonst wo hin gegangen. Das meine ich. Man darf es auch nicht wissen, sollte sein verhalten dementsprechend aber anpassen um andere nicht zu gefährden.

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